UN – Definition von Folter

UN ‘Antifolterkonvention’
vom 10. Dezember 1984, Teil 1, Artikel 1, Absatz 1 folgende Definition von Folter:

Im Sinne dieses Übereinkommens bezeichnet der Ausdruck "Folter" jede Handlung, durch  die einer Person vorsätzlich große körperliche oder seelische Schmerzen oder Leiden zugefügt  werden, zum Beispiel, um von ihr oder einem Dritten eine Aussage oder ein Geständnis zu  erlangen, um sie für eine tatsächlich oder mutmaßlich von ihr oder einem Dritten begangene  Tat zu bestrafen oder um sie oder einen Dritten einzuschüchtern oder zu nötigen, oder aus  einem anderen, auf irgendeiner Art von Diskriminierung beruhenden Grund, wenn diese  Schmerzen oder Leiden von einem Angehörigen des öffentlichen Dienstes oder einer anderen,  in amtlicher Eigenschaft handelnden Person, auf deren Veranlassung oder mit deren  ausdrücklichem oder stillschweigendem Einverständnis verursacht werden.

Der Ausdruck  umfasst nicht Schmerzen oder Leiden, die sich lediglich aus gesetzlich zulässigen  Sanktionen ergeben, dazu gehören oder damit verbunden sind.


Gesendet am 13.12.2007 im Dissidentenfunk (www.dissidentenfunk.de)

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