Zum Schluß noch ein paar Kurznachrichten:
- Noch ist es nicht ganz sicher, aber die Aussichten sind gut, dass der Anschlag des Sozialsenators von Hamburg mit einer Änderung des Betreuungsbehördengesetzes, die Betreuungsbehörde zu einer Geheimpolizei, umzurüsten gescheitert ist. Zwar hatte der Gesetzentwurf schon den Bundesrat passiert, aber es kommt eben drauf an, was hinten raus kommt. Diesem obszönen Gesetzentwurf scheinen inzwischen innerhalb der Regierungskoalition genügend Widerstände entgegengebracht zu werden, dass man ihn voraussichtlich bald schlicht vergessen kann. Ein Dank an Helmut Pollähne, der in einer glänzenden Expertise die Unvereinbarkeit des Entwurfes mit der Verfassung dargelegt hat.
- Unter dem Titel - Zwangspsychiatrei und ihre Vorhöfe - organizierte vom 19. Oktober bis 21. Dezember die Irren-Offensive zusammen mit dem Video-Kino ein großartige Filmreihe mit insgesamt 13 Veranstaltungen. Die umfangreiche Broschüre ist weiterhin im Internet von unseren Homepages abrufbar.
- Strafanzeige gegen den Vorstand des Pharmakonzern Lilly.
Der kalifornische Anwalt Ted Chabasinski hat den Vorstand des Pharmareisen Eli
Lilly & Co. angezeigt. Hintergrund ist, dass Lilly am 8. Juni 2005 bekannt
gab, man habe sich auf 690 Millionen Dollar Schadensersatz zur Beilegung von
rund 8000 Klagen vor Gericht geeinigt. Die Klagen waren von Menschen, eingereicht
worden, die nach der Einnahme des Neuroleptikums Zyprexa Gewichtszunahme, Diabetes,
andere Stoffwechselstörungen litten, ja sogar von Todesfälle wurde
berichtet.
Chabasinski macht nun den Vorstand von Lilly für die Unterdrückung
von entsprechenden frühzeitigen Hinweisen verantwortlich, die zur Körperverletzung
und sogar zum Tod führten. In einem Pressseinterview sagte er: "wenn
das nicht kriminell ist, dann weiss ich nicht was überhaupt kriminell ist".